Hygiene im Büro: Grundlagen

Hygiene ist nach einer Definition der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie die „Lehre von der Verhütung von Krankheiten und der Erhaltung, Förderung und Festigung der Gesundheit“. Sie umfasst Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten, wie Reinigung, Desinfektion, Sterilisation oder Quarantäne.

Gerade aus dem klinischen Bereich kommen in letzter Zeit immer alarmierendere Zahlen. Nach aktuellen Daten des Nationalen Referenzzentrums für Surveillance von nosokomialen Infekten ziehen sich rund 3,5 Prozent der Krankenhauspatienten in Deutschland während ihres Klinikaufenthalts eine Infektion zu. D.h. etwa 400.000 bis 600.000 Krankenhausinfektionen im Jahr, an denen 7.500 bis 15.000 Patienten sterben. Bakterien wie Escherichia coli, Staphylococcus aureus oder Enterokokken, die bei jedem Menschen auf der Haut und im Darm siedeln, verursachen bei geschwächter Immunabwehr Wundinfektionen, Blasenentzündungen und Atemwegsinfekte bis hin zur Lungenentzündung. Gelangen diese Erreger ins Blut, droht eine lebensgefährliche Vergiftung.(1)

20 bis 30 % dieser nosokomialen Infektionen und Todesfälle wären durch eine bessere Einhaltung von bekannten Regeln der Infektionshygiene vermeidbar. Erschwerend kommt hinzu, dass viele der Krankenhausinfektionen durch Erreger verursacht werden, die gegen Antibiotika resistent und deshalb kaum zu behandeln sind.(2) Vorbeugende hygienische Maßnahmen sind hier im wahrsten Sinne des Wortes von lebenswichtiger Bedeutung.

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Gemeinschaftsprojekt Hybau+ Bauliche Hygiene im Krankenhaus

Unabhängig von den administrativen Hürden in deutschen Gesundheitseinrichtungen und der mangelhaften Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes haben sich Vertreter aus Wissenschaft, der Industrie und dem Klinikbereich zusammengefunden, um die Infektionsgefahr von anderer Seite zu bekämpfen. Ziel des Forschungsvorhabens sind hygienesichere baulich-funktionale Abläufe sowie der optimale Einsatz hygienesicherer Materialien im Krankenhaus. Damit sollen u.a. die baulichen, technischen und ausstattungsseitigen Voraussetzungen geschaffen werden, die zur „Vermeidung und Minimierung der Gefahr von Keimübertragung durch Berührung von unmittelbaren Kontaktflächen im Patienten- und Besucherbereich“ beitragen.

Das Forschungsteam vereint die drei Disziplinen Gebäudegestaltung, Hygieneplanung und Materialkunde. Beteiligt ist zudem ein praxisstarkes Forschungsteam aus Krankenhausträgern, Baustoff- und Materialherstellern sowie Planern und Objektmöbelhersteller.(3)

An dem HYBAU+ Gemeinschaftsprojekt beteiligen sich u.a.:

  • Institut für Industriebau und konstruktives Entwerfen (IIKE)
  • Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB Mpa)
  • Institut für Hygiene und Umweltmedizin (Charité Berlin)
  • TU Braunschweig

Vertreter der Industrie:

  • Kusch+Co GmbH & Co. KG
  • Odenwald Faserplattenwerk GmbH
  • REISS Büromöbel GmbH
  • Resopal GmbH
  • Vorwerk & Co KG
  • Franz Kaldewei GmbH & Co. KG
  • Meiko Maschinenbau GmbH & Co. KG
  • Objectmöbel-concept UG
  • Saint-Gobain AG
  • Sana Kliniken AG
  • Schön Kliniken GmbH
  • Städtisches Klinikum Braunschweig
  • Architektengruppe Schweitzer & Partner
  • Tarkett Holding GmbH
  • Deutsches Kupferinstitut Berufsverband e.V.
Gefahrenzone Büro

Natürlich sind Gesundheitseinrichtungen prädestiniert für das erhöhte Auftreten von Keimen aber: „Keime können überall sein, wo sich Menschen aufhalten, zum Beispiel auf Gegenständen, die sie berühren: die Haltestangen in der U-Bahn, Türklinken, Computer, Telefone. Gerade auf Gegenständen, die von mehreren benutzt werden, sammeln sich viele Keime", sagt Dr. Ernst Tabori, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin.(4)

Immerhin „trägt“ jeder Mensch nach Hochrechnungen bis ca. 2 Kilogramm an Mikroben mit sich herum. Die Keime sind zwar nicht überall gleich dicht auf dem Körper verteilt - in der Mundhöhle etwa leben vergleichsweise wenige, im Darm hingegen besonders viele. Doch kaum ein Hautstückchen ist gänzlich frei von den winzigen Mitbewohnern. Sie besiedeln Nasenschleimhäute, Kopfhaut und Fingerkuppen - und wo der Mensch sich aufhält, da hinterlässt er Spuren in Form von Mikroben.(5)

Deshalb stammen auch die meisten der in Büros gefundenen Mikroben vom Menschen. Das wird besonders gefährlich wenn Mitarbeiter krank zur Arbeit kommen, denn dann wird das Büro zu einem regelrechten Umschlagplatz für infektiöse Keime. Viele gehen trotz Husten und Schnupfen zur Arbeit, nur um zu zeigen, dass sie auch wirklich krank sind. Das Problem dabei: "Dieses Verhalten wird von anderen kopiert, wodurch sich noch mehr Mitarbeiter anstecken und ausfallen", sagt der Infektiologe. Laut Tabori geht es hier auch um einen Wandel in der Unternehmenskultur. Bei Krankheit zu Hause zu bleiben müsse als verantwortungsbewusstes Handeln eingestuft und gefördert werden. "Denn unterm Strich erspart es dem Unternehmen viele krankheitsbedingte Fehltage." Wie lange Krankheitserreger auf Gegenständen überleben, ist schwer zu sagen. So können Noroviren unter geeigneten Bedingungen bis zu 14 Tage überdauern – manche Sporen von Bakterien sogar Jahre. "Bei Influenza-Viren, den Erregern der echten Grippe, gilt: Je kühler es ist, desto länger bleiben sie infektiös", sagt Tabori. Bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius werden sie innerhalb von zwei bis maximal acht Stunden inaktiviert.

Umso verwunderlicher ist es, das einfache und doch wirksame Hygienemaßnahmen nicht angewendet werden: korrektes (30s) Händewaschen, kein Essen am Arbeitsplatz, regelmäßiges Abwischen aller, insbesondere gemeinsam genutzen Büro-Gegenstände, kurzfristiges Wechseln der Putz- Hand und Trockentücher, ausreichende Belüftung usw.

Die von REISS entwickelten Büromöbel sind so angelegt das sie Gesundheit und Leistungsfähigkeit während des Arbeitsprozesses unterstützen und fördern. Auch deshalb hat sich REISS an dem Projekt HYBAU + beteiligt. Während mit den Steh-Sitz-Tischen von REISS schon ergonomisch optimale Arbeitsplätze geschaffen werden konnten, werden REISS Produkte in Zukunft auch den Schutz vor Infektionen am Arbeitsplatz bieten.

Beliebte Treffpunkte für Mikroben

Kaffeetasse
Auf keinen Fall die Tasse vom Vortag: Da warten 866 Bakterien pro Quadratzentimeter auf Sie. Damit ist die Kaffeetasse 37 Mal so besiedelt wie ein Toilettensitz!

Telefon
Rund 1600 Bakterien verfolgen hier Ihre Anrufe. Auf der vergleichbaren Fläche einer Klobrille sitzen nur 60.

Damenhandtasche
Mit einem Klobrillen-Faktor von 19 ein sehr dunkler Ort.

Schreibtisch
Hier siedeln nicht nur 14 Mal mehr als auf einem Toilettensitz, sondern die Vielfalt ist mit 500 Arten von Mikroben auch beträchtlich höher.

Fahrstuhlknopf
Treppe laufen ist gesünder. Denn einmal auf den Knopf gedrückt und Sie haben gleich hunderte neuer Freunde. 10 Mal mehr als auf einem Toilettensitz.(6)(7)

1 Readers Digest 11/12 Anke Nolte Wenn das Krankenhaus krank macht
2 Bundesministerium für Gesundheit 2011-03 Infektionsschutzgesetz
3 www.tu-braunschweig.de/iike/forschung/gesundheitsbau/hy
4 Apotheken Umschau 21.01.2016
5 Süddeutsche Zeitung 31.05. 2012 Katrin Blawat Keime am Arbeitsplatz
6 Frauenzimmer.de 10.08.2016 Keime im Büro
7 Stern.de 4.10.2015 Keime im Büro

 

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REISS Büromöbel mit SmartClean Ausstattung: Zuverlässiger Schutz vor Infektionen am Arbeitsplatz.

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