Geschichte in Schlaglichtern

Die Geschichte des Unternehmens lässt sich auch als Geschichte der in 135 Jahren bei REISS hergestellten Produkte erzählen, von wegweisend innovativ über existenziell notwendig bis modern nachhaltig ist alles vertreten. Das "ganzheitliche Versorgungskonzept", das Robert Reiss nach 1882 für Geodäten umsetzte, brachte eine breite Produktpalette mit sich.

Von Start bis Neustart

Mit seinem 1882 gegründeten Versandhandel löste Robert Reiss zunächst ein logistisches Problem der Vermesser, die immer unterwegs waren und sich jetzt alle Artikel anliefern lassen konnten. Im nächsten Schritt begann er 1889 mit der Fluchtlattenproduktion. So lagen Qualität und insbesondere Funktionalität jetzt in seiner Hand. Viele innovative Produktideen brachten das Unternehmen bald zum florieren und machten es weit über die Ländergrenzen hinaus bekannt. Bereits um 1900 gehörte REISS zu den Spitzenproduzenten geodätischer Präzisionsinstrumenten und baute neben der Mess- und Rechentechnik auch die Lichtpaustechnik, Zeichentechnik sowie die Büromöbelproduktion aus. 1910 wurde bei REISS der erste Steh-Sitz-Schreibtisch "Reform" Deutschlands entwickelt und hergestellt. Auch nach dem Tod von Robert Reiss 1911 entwickelte sich das Unternehmen unter Leitung seines Sohnes Paul sehr erfolgreich weiter. Nach dem ersten Weltkrieg produzierte REISS, der Versorgungssituation angepasst, zunächst landwirtschaftliche Kleingeräte nahm aber bald die Produktion von Vermessungsinstrumenten wieder auf. 1921 wurde die erste Laufwagen-Zeichenmaschine "Phoenix" hergestellt, die namentlich als REISS-Brett in die Industriegeschichte einging. 1928 wurde das 20.000ste Vermessungsinstrument produziert. 1930 umfasste die Produktpalette über 800 verschiedene Erzeugnisse.

Von Null an die europäische Spitze

Der zweite Weltkrieg brachte eine Zäsur für REISS. Der Betrieb wurde vollständig demontiert und stand, da er Rüstungsgüter produziert hatte, noch 1947 vor der Sprengung. Dennoch konnte REISS zunächst dringend benötigte einfache Gebrauchsgüter herstellen. Seit Ende 1947 wurde auch das traditionelle Sortiment weiter produziert.

Von 1949 an erfolgte, verbunden mit zentralistischer Steuerung, die Einordnung des Betriebes in die sozialistische Planwirtschaft. Es wurden keine geodätischen Geräte mehr produziert. Die Produktpalette umfasste jetzt noch Zeichenanlagen, Lichtpauseinrichtungen, mathematische Geräte und Rechenschieber. Der 500.000ste Rechenschieber wurde 1957 ausgeliefert. Hauptprodukte waren ab 1957 aber die Zeichenanlagen. Der VEB Messgerätebau- und Zeichentechnik Bad Liebenwerda wurde infolge zum führenden Hersteller in Europa. Zu dieser Zeit unterhielt das Unternehmen Handelsbeziehungen auf allen Kontinenten in etwa 35 Länder. In den achtziger Jahren gehörte der Betrieb zum Kombinat Robotron und begann sich zunehmend auf die Produktion von Plottern um zu stellen. 1987 wird bereits der tausendste Flachbettplotter ausgeliefert und große Investitionen für die Weiterentwicklung in die Wege geleitet, die aber durch die politische Wende 1989 gestoppt werden.

Neuorientierung mit Tradition

Mit der Wende stand REISS vor existentiellen Herausforderungen. Zum einen durch die neue Marktsituation, zum anderen und wesentlich gravierender, durch den Wegfall des gesamten Kundenbedarfs für die Zeichentechnik. Die rasante Durchdringung des Marktes mit computergestützten Lösungen hatte die Ära der Zeichenanlagen beendet. Die 1990 getroffene Entscheidung für den Einstieg in den Büromöbelmarkt war wegweisend und bewies wieder einmal die große Flexibilität des Unternehmens und seiner Mitarbeiter. Natürlich zahlte es sich jetzt aus, dass 1903 bereits mit der Büromöbelfertigung begonnen wurde und man seit 1947 Schreibtische und Spezialschränke für Konstruktionsbüros herstellt hatte. Das bei der REISS Zeichentechnik GmbH vorhandene Know-How für Arbeitsplätze mit stehender Haltung wissen die Konstrukteure gut zu nutzen. Es werden Steh-Sitz-Arbeitstische und sogenannte CAD-Schreibtische entwickelt. Mit Produktion der Zwei-Ebenen-Tische stellt REISS von Beginn an seine Kompetenz für ergonomische Büromöbel unter Beweis. 1998 feierte das überaus erfolgreiche Büromöbelprogramm REISS ERGO auf der ORGATEC in Köln Premiere. Ihm folgte 2010 das Programm REISS ECO N2, das in einem breiten Produktportfolio bis heute der Schwerpunkt des ergonomischen Büromöbelangebots der Reiss Büromöbel GmbH ist.

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135 Jahre REISS

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Die Geschichte des Unternehmens lässt sich auch als Geschichte der in 135 Jahren hergestellten Produkte erzählen.

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Ein ganz „normales“ Unternehmen war REISS wohl nie, ein ambitioniertes aber schon immer.

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